An einem nass-kalten Februar Tag habe ich das Duo Poudre in einem Zürcher Café getroffen. Taxifahrten durch die City und eine fette Spinne durften natürlich nicht fehlen.

Wie entstand Poudre?

Wir lernten uns durch das gemeinsame Musikstudium in Luzern kennen. Am 15. Juni 2017 sind es genau acht Jahre, seit unserem ersten gemeinsamen Konzert und irgendwie geht es einfach immer weiter.

Ihr seid sonst noch als Mad Girl und Long Tall Jefferson unterwegs. Worin unterscheiden sich die Projekte zu Poudre?

Franziska Bruecker: Sicherlich die Besetzung. Long Tall Jefferson spielt immer solo und bei Mad Girl sind wir zu dritt unterwegs. Ich schätze es, bei Poudre mit einer Gitarre zusammen zu spielen.

Simon Borer: Wir schreiben die Songs und Texte gemeinsam, ergänzen uns hierbei prima. Poudre ist einfach unser Herzensprojekt – kein Druck, kein Stress und nur wenn Zeit dafür bleibt.

Was für Pläne habt ihr mit Poudre?

Wir nehmen es, wies kommt. Bisher ist immer alles auf uns zugeflogen – auch die Kawaii Session haben wir nicht gesucht, das Angebot kam einfach. Nun haben wir auch ein schönes Video für Poudre.

Gibt es eine aktuelle Single? Oder ist eine geplant?

Wie gesagt, wir forcieren bei Poudre nichts, sondern lassen es auf uns zukommen. Wir warten wie eine fette Spinne in der Ecke und gucken was ins Netz geht (lachen). Falls demnächst ein Produzent auf uns zukommt, warum nicht. Es bleibt halt wirklich sehr wenig Zeit übrig für Poudre, da wir derart mit den anderen Projekten eingespannt sind.

Habt ihr ein Erlebnis, an das ihr gerne zurück denkt?

Simon: Wir spielten ein Konzert an meinem Geburtstag und leisteten uns deshalb ein Taxi. Wir liessen uns mit unserem ganzen Equipment quer durch Zürich vom einen Ort zum anderen fahren und stürmten zum Ende mit der Gage einen Club – Highlife! Oberstes Ziel Chartplatzierung? Nein, ein Chauffeur wäre tausendmal geiler (lacht)!

Wie seid ihr zur Musik gekommen?

Franziska: Meine Mutter ist Musikerin, es gab daher immer Musik bei mir Zuhause. Ich lernte zuerst die klassische Musik kennen und spielte lange Cello. In Uri gab es damals keinen Jazz-Unterricht. Meine spätere Gesangsdozentin zeigte mir dann, dass es noch andere Musik gibt.

Simon: Ich hab von klein auf diverse Instrumente gespielt. Als Jugendlicher hab ich dann extrem viel Musik gehört und mich so in all das reingesteigert.

Welchen Sound hört ihr privat am liebsten?

Simon: Das ist sehr breit gefächert. Aktuell höre ich vor allem diverse Varianten von Pop.

Franziska: Bei mir ist es auch sehr weitläufig. Jazz höre ich immer gerne, Elektronik Titel und von früher her Vokalmusik.

Was für Interessen habt ihr, nebst der Musik, sonst noch?

Franziska: Ich übe gerne weiter beim Yoga.

Simon: Ich bin Sportverweigerer. Dafür koche und lese ich sehr gerne. Und besuche viele Konzerte von anderen Musikern.

Wenn ihr eure Musik mit einem Gericht vergleichen würdet, welches wäre es?

Crespelle und Sachertorte.