Vivien Vanessa – du bist eine junge, talentierte Sängerin, welche über die Liebe und das Leben singt. Wie bist du zur Musik gekommen?

Vielen Dank erst einmal für das Kompliment! Musik mache ich im Prinzip schon mein ganzes Leben. Angefangen habe ich im Alter von sechs Jahren mit Keyboard, bin dann auf Klavier umgestiegen und später kam noch mein jetziges Hauptinstrument die Gitarre,b wie auch andere Instrumente wie Schlagzeug, Mandoline oder Bass dazu. Ich bin damit aufgewachsen und kenne kein Leben ohne Musik – und eigentlich kann und möchte ich mir das auch gar nicht vorstellen. Musik ist einfach mein Leben.

Welcher Song hat dich in deinem Leben am meisten berührt? Gibt es einen Track / Künstler der dich dazu bewegt hat, selbst Musik zu machen?

Am meisten berührt – puh! Es gibt so viele Songs, mit denen ich bestimmte Emotionen und Erlebnisse verbinde. Am ehesten fallen mir da gerade You’ll Think Of Me von Keith Urban, The Winner Takes It All von ABBA oder Give Me Love von Ed Sheeran ein. You’ll Think Of Me ist übrigens auch der Grund, warum ich heute Folk Country Pop mache.

Mit ABBA hat bei mir alles angefangen, heute sind es eher Künstler wie eben Keith Urban, Ed Sheeran, Amy Macdonald, Passenger oder Adele (auch wenn Adele kaum etwas mit meinem Genre zu tun hat), die mich begeistern.

Wie lange singst du schon?

Ich glaube, ich habe mit ca. acht Jahren damit angefangen – und nie wieder aufgehört.

Kannst du kurz den Lesern erklären wovon deine aktuelle Single Black and White handelt?

Der Song handelt von der Trennung zweier komplett gegensätzlicher Menschen und der Entwicklung, die man bei einer Trennung meistens durchläuft. Von dem Moment, in dem man langsam merkt, es geht nicht mehr, über den Zeitpunkt, an dem es passiert, bis hin zu dem Augenblick, an dem man damit abschliesst und seinen Frieden mit der Situation findet. Oft fühlt sich eine Trennung im Moment in dem sie passiert, wie das Ende der Welt an. Einige Zeit später kann man häufig nur noch darüber lachen oder zumindest darüber schmunzeln.

Mit welcher Farbe würdest du dein Leben beschreiben?

Gibt es die Farbe „kunterbunt“? Ich kann mich bei so etwas nie entscheiden. Wenn ich traurig bin, fühlt sich die Welt um mich eher grau an, geht es mir gut, naja, dann ist sie eben ziemlich bunt (lacht). Ich werde es wahrscheinlich nie schaffen mich auf eine Lieblingsfarbe festzulegen.

Was hat dir am meisten Spass bereitet beim Single-Release. Den Song zu schreiben, die Aufnahmen im Studio oder doch das Live-Performen auf den Bühnen?

Für mich hat alles seinen eigenen Reiz. Speziell bei Black and White würde ich wahrscheinlich auf das Live-Performen tippen. Der Song ist vor zwei Jahren entstanden – durch die intensive wie auch lang andauernde Studio-Arbeit an dem Titel, hat sich Black and White während dieser Zeit immer weiter entwickelt. Jedes Mal wenn ich damit auf der Bühne stehe, entdecke ich eine neue Seite daran. Das ist total spannend für mich und ging mir bisher mit keinem meiner anderen Songs so.

Können wir dich auch mal live in der Schweiz sehen?

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sehr gerne sogar (lacht)! Momentan sind zwar noch keine Konzerte in der Schweiz geplant, aber vielleicht habt ihr mir ja einen Location-Geheimtipp für die Zukunft?

Die Werkstatt in Chur könnte passen ;) Gibt es nebst der Musik noch weitere Projekte oder Hobbys, welche dir am Herzen liegen?

Von der Musik abgesehen, gibt es unheimlich viele Dinge, die mir sehr am Herzen liegen oder die ich sehr gerne tue. Was Hobbys angeht, spiele ich super gerne Billard oder gehe mit meinen Freunden bowlen, das bringt mich einfach total runter. Früher habe ich viel Fussball gespielt, damit möchte ich auch unbedingt wieder anfangen jetzt, wo ich nach Mannheim ziehe. Sich einfach mal wieder die Seele aus dem Leib rennen. Außerdem bin ich ein richtiger Spielfilm-Fanatiker – wann immer es geht, zieht es mich zu einem tollen Streifen ins Kino. Gerade freue ich mich wahnsinnig auf „Findet Dorie“ oder „SMS für Dich“.

Was gefällt dir an der Country Musik besonders gut?

Für mich ist Country Musik mehr als ein paar Gitarren und ein Banjo, es ist ein Lebensgefühl. Wenn ich Folk oder Country höre, fühle ich mich zuhause, aufgehoben. Als würde man auf der Veranda einer Farm in Tennessee sitzen und in die Prärie hinaus schauen, als würde man mit einem Mustang den Highway entlang fahren. Das klingt zwar pathetisch, macht das Ganze für mich aber einfach aus. Und natürlich auch die Gitarren – ich steh einfach total auf den Klang von Gitarren.

Weisst du schon, wann dein Debut Album erscheinen wird?

Leider habe ich noch überhaupt keine Ahnung, wann mein Debut-Album bzw. meine Debut-EP erscheinen wird. Das kommt jetzt ganz darauf an, wie sich die nächsten Monate entwickeln. Ich hoffe natürlich sehr, dass ich nächstes Jahr (oder sogar schon dieses Jahr) mit neuer Musik aufwarten kann, versprechen kann ich leider noch nichts. Aber eins steht fest: Es kommt etwas! Es wird nicht nur bei einer Debut-Single bleiben (lacht).

Wenn du deine Musik mit einem Gericht vergleichen würdest, welches wäre es?

Mousse au Chocolat – sanft aber mit Tiefgang. Schokolade ist doch was Feines (lacht).