Als Medienpartner waren wir auch dieses Jahr an der Musikwelle Guggach vertreten. Am 08. und 09. September 2017 wurde das Quartierfest bereits zum dritten Mal vom Verein Chornhuus mit über sechzig Freiwilligen auf der Guggach-Brache beim Radiostudio in Zürich organisiert.

Das Wetterglück lies die Besucherzahl am Freitagabend in die Höhe schnellen. Das gute Line-up um El Fanfaron, Eyebrows of Death, Dirty Sound Magnet trugen ihres dazu bei. Aus gesundheitlichen Gründen mussten die Indie-Rocker Manolo Panic leider kurzfristig absagen.

Die glücklichen und etwas müde wirkenden Gesichter am Samstagnachmittag, welche ich wahrnahm als ich mit den SpielWerk Mobil auf den Platz fuhr, zeugten von einem guten Fest.

Unterhaltung für Gross und Klein

Der Kinderzirkus Robinson musste wegen des schlechten Wetters am Samstag leider abgesagt werden. Die Kinder trotzten dem nassen Wetter und spielten mit den Spielsachen des SpielWerk Mobil vom GZ Schindlergut. Für höher schlagende Kinderherzen sorgten unter anderem Stelzen, Diabolos, Boccia Kugeln, Einräder, Lehmkneten und das Bauen von Parcours mit der Bewegungsbaustelle.

Kurz vor 15 Uhr erklang bereits wieder die enthusiastische Stimme des Openair Speakers. Es schien fast so, dass der vorherige Abend spurlos an ihm vorbei gegangen ist. Voller Elan stimmte er das vorerst noch spärlich erschienene Publikum auf Aron Egger und seine musikalischen Begleiter ein. Ein würdiger Einstieg, welcher sich im Verlauf des Abends von Band zu Band musikalisch noch steigern sollte.

Einen Hauch Italien in Züri

Sophie Louise stellte sich für dieses Konzert ein paar Jungs zusammen, um ihre schöne Stimme und Easy-Listening Songs zu begleiten. Auch Max Apollo wusste zu überzeugen. Die Hammond Klänge gaben ihren Songs das gewisse Etwas. Die Tessiner Band Make Plain brachte etwas italienisches Flair auf die Brache. Im Publikum waren doch einige Gespräche in Italienisch zu hören.

Das Publikum war allgemein gut durchmischt. Am Nachmittag noch von jungen Eltern mit ihren Kindern geprägt, dazwischen einzelne ältere Liebhaber von kleinen Festivals. Etwas später tauchten einzelne Gruppierungen von Mitte-Zwanzigern auf. Beim letzten Konzert tanzten auch die ältesten mit. Zu dieser Musik konnte sich niemand still halten…

Bis der Letzte tanzte

Zum Schluss setzten nämlich Palko!Muski den Höhepunkt! Polka, Gipsy und Punk mischten sich zu einem explosiven Gemisch, welches urplötzlich neue Energien im Publikum freisetzte. Baptiste, die singende Rampensau, liess sich zum Stagediving hinreissen und brachte sogar seine Stilberaterin zum Tanzen. Letztere war wohl auch die Beraterin von Freddie Mercury und MC Hammer.

Damit die Nachbarn schlafen konnten, wechselte das Publikum nach Palko!Muski zu den Kopfhörern. Silent-Disco mit zwei Kanälen stand für diejenigen an, die noch Tanzen mochten. Am Tanzstil sah man, wer welche Musik hört. Leider vermochte die Musik auf beiden Kanälen nicht so zu überzeugen, wie sie es beim letzten Fest tat.

Wie beim Line-Up, bewiesen die Veranstalter auch bei der Auswahl der Essensstände ein gutes Händchen. Vielseitiges, internationale Geschmäcker aus dem Quartier und eine gute Getränkeauswahl stärkten das Publikum, damit noch lange in die Nacht hinein getanzt werden konnte. Zum Glück wird die Brache erst 2020 überbaut. So können wir auf mindestens zwei weitere Musikwellen hoffen. Bis dann!

 

 

Die perfekte Musik-Welle
8.4Gesamtpunktzahl
Line Up9
Soundqualität7
Athmosphäre8.5
Publikum8
Organisation9
Deko / Location9